Vorwerk: Rekordumsatz von 3,6 Milliarden Euro, 14 Prozent Wachstum
Der Hersteller von Thermomix und Kobold hat das Jahr 2025 in einem schwierigen Marktumfeld mit einem Rekord abgeschlossen. Mehr als 70 Prozent des Direktvertriebsumsatzes kommen bereits von außerhalb Deutschlands, und die Gruppe ist in den letzten zwei Jahren in sechs neue Märkte eingetreten.

Rekord in einem schwierigen Umfeld
Die Vorwerk-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Rekordumsatz von 3,6 Milliarden Euro abgeschlossen, was gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum von 14,1 Prozent bedeutet. Das Ergebnis ist deshalb bemerkenswert, weil das Unternehmen selbst von einem herausforderungsreichen Marktumfeld berichtet - langlebige Konsumgüter zeigten in mehreren europäischen Märkten eine verhaltene Nachfrage.
Die Internationalisierung wurde zum Motor des Wachstums
70,6 Prozent des Direktvertriebsumsatzes entstehen heute bereits außerhalb Deutschlands. In den letzten zwei Jahren ist die Gruppe in Griechenland, die Benelux-Staaten, nach Australien, Neuseeland, Malaysia und Singapur eingetreten und hat in mehreren Märkten die früheren Distributorenstrukturen übernommen. Diese internationale Expansion ist eines der konsequentesten Markterschließungsprogramme der letzten Jahre im Sektor.
Europäische Fertigung als strategische Entscheidung
Das Unternehmen hat auch erheblich in seine Produktions- und Logistikkapazitäten investiert: Das zweite Werk in Frankreich mit dem dazugehörigen Logistikzentrum wurde gebaut, und auch am Hauptsitz in Wuppertal wurden die Ausbauten fortgesetzt. Vorwerk sendet damit eine klare Botschaft: Es behandelt Europa als langfristigen Produktions-, Innovations- und Entwicklungsstandort, nicht bloß als Absatzmarkt.
Das demonstrationsbasierte, auf Heimvorführungen aufbauende Vertriebsmodell hat sich also nicht überholt - das Beispiel von Vorwerk zeigt, dass es mit einer passenden Produktentwicklung und einem internationalen Maßstab auch heute zu einem zweistelligen Wachstum fähig ist.