USANA rutscht in die Verlustzone: Goodwill-Abschreibung bei Hiya belastet zweites Quartal
Der Nahrungsergänzungsanbieter USANA Health Sciences hat für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Nettoverlust von 21,4 Millionen Dollar ausgewiesen und seine Jahresprognose deutlich gesenkt. Belastend wirkten vor allem die Tochtermarken Hiya und Rise Wellness, während das Kerngeschäft weitgehend im Rahmen der Erwartungen blieb.

Umsatzrückgang und roter Quartalsabschluss
USANA Health Sciences (NYSE: USNA) hat am 4. August 2026 die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Der Berichtszeitraum endete am 4. Juli 2026.
Der Nettoumsatz lag im zweiten Quartal bei 223 Millionen Dollar nach 236 Millionen Dollar im Vergleichsquartal 2025. Im ersten Halbjahr 2026 summierte sich der Nettoumsatz auf 473,5 Millionen Dollar und blieb damit unter dem Vorjahreswert.
Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von 21,4 Millionen Dollar, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 9,7 Millionen Dollar zu Buche gestanden hatte. In dem Ergebnis enthalten ist eine vorläufige, nicht zahlungswirksame Goodwill-Wertminderung in Höhe von 29,1 Millionen Dollar, die im Zusammenhang mit der Marke Hiya steht.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf minus 1,16 Dollar gegenüber 0,52 Dollar im Vorjahresquartal. Bereinigt lag das verwässerte Ergebnis je Aktie bei minus 0,07 Dollar nach 0,74 Dollar im Jahr 2025. Das bereinigte EBITDA erreichte 27,8 Millionen Dollar nach 30,5 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.
Kerngeschäft stabil, Ventures unter den Erwartungen
Nach Einschätzung des Managements entwickelte sich der Bereich Core Nutritional weitgehend erwartungsgemäß, während die Ventures-Geschäfte Hiya und Rise Wellness hinter den Erwartungen zurückblieben.
Die Zahl der aktiven Kunden im Bereich Core Nutritional ging auf 384.000 zurück, nach zuvor 418.000. Bei der Marke Hiya sank die Zahl der aktiven monatlichen Abonnenten auf 166.000, verglichen mit zuvor 200.400.
Rise Wellness kam im zweiten Quartal auf einen Umsatz von 3 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr, zugleich aber einem Rückgang um 75 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Als Gründe für die schwächere Entwicklung nannte das Unternehmen ein schwierigeres und teureres digitales Marketingumfeld für Hiya sowie Störungen bei der Verpackung im Bereich Rise Wellness. Zusammengenommen bezifferte das Management die daraus resultierenden Umsatzausfälle auf rund 30 bis 40 Millionen Dollar und den Margendruck auf 4 bis 5 Millionen Dollar.
Prognose gesenkt, Bilanz schuldenfrei
USANA senkte die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 von zuvor 925 Millionen bis 1,0 Milliarden Dollar auf nunmehr rund 910 Millionen Dollar. Statt des bislang in Aussicht gestellten Gewinns von 20,3 bis 26,6 Millionen Dollar rechnet das Unternehmen jetzt mit einem Nettoverlust von etwa 11 Millionen Dollar für das laufende Jahr.
Die Bilanz zeigt sich davon unabhängig robust: Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über 169 Millionen Dollar an liquiden Mitteln und blieb schuldenfrei. Der Lagerbestand lag zum 4. Juli 2026 bei 95 Millionen Dollar und damit um 13 Millionen Dollar beziehungsweise 12 Prozent unter dem Niveau zum Jahresende 2025. Im Quartal erwirtschaftete USANA einen freien Cashflow von 20 Millionen Dollar.
Eigene Aktien kaufte das Unternehmen im Berichtszeitraum nicht zurück; aus dem Rückkaufprogramm stehen noch rund 34 Millionen Dollar zur Verfügung.
An der Börse fiel die Reaktion deutlich aus: In der Woche nach der Veröffentlichung verlor die USANA-Aktie rund 30 Prozent an Wert, während der S&P 500 im selben Zeitraum um 3,6 Prozent und der Nasdaq Composite um 5,2 Prozent zulegten.