Systeme der Motivation und Anerkennung

Anerkennung ist das günstigste und wirkungsvollste Werkzeug im Network Marketing — wenn sie als System funktioniert und nicht als zufälliges Lob. So baust du sie bewusst auf.

·3 Min. Lesezeit
Teilen:
Systeme der Motivation und Anerkennung — Führung und Teamaufbau | Network Marketing Magazin

Im Network Marketing arbeiten die meisten Menschen nicht hauptberuflich, sondern in ihrer Freizeit, müde und inmitten vieler Absagen. Mit einer Gehaltserhöhung kannst du sie nicht motivieren, denn du hast kein Gehalt in der Hand. Was du in der Hand hast, ist viel stärker und beständiger: die Anerkennung. Eines der tiefsten Bedürfnisse des Menschen ist es, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Ein gut aufgebautes Anerkennungssystem ist deshalb kein Kitsch, sondern einer der wichtigsten Motoren der Bindung.

Der Unterschied zwischen innerer und äußerer Motivation

Die äußere Motivation — Wettbewerb, Preise, Rangabzeichen — wirkt schnell, verpufft aber auch schnell und ist gefährlich, wenn du allein darauf baust. Die innere Motivation — das Gefühl von Entwicklung, die Zugehörigkeit, ein sinnvolles Ziel — baut sich langsamer auf, ist aber viel beständiger. Eine gute Führungskraft verbindet beides: Sie nutzt die äußere Anerkennung stets dazu, das innere Wachstum zu feiern, und nicht bloß die Zahlen.

Wenn du deshalb jemanden anerkennst, hebe nicht nur das Ergebnis hervor, sondern die Anstrengung und den Charakter dahinter: die Ausdauer nach einer Absage, den Mut bei der ersten Präsentation, die Beständigkeit. Das lehrt das Team, worauf es wirklich ankommt — und das kann jeder wiederholen, nicht nur die Talentierten.

[Akadémia illusztráció] Vezetés és csapatépítés — Motiváció és elismerés rendszerei
Motiváció és elismerés rendszerei

Anerkennung sollte konkret, zeitnah und öffentlich sein

Oberflächliches Lob — du bist geschickt, super Arbeit — ist wirkungslos, weil es weder glaubwürdig noch wiederholbar ist. Wirksame Anerkennung unterscheidet sich davon in drei Dingen: sie ist konkret, schnell und sichtbar für andere. Wenn du genau benennst, was jemand gut gemacht hat, ist das für ihn ein Beweis und für die anderen ein Lehrstück darüber, wie man es macht.

  • Konkret: Benenne genau das Verhalten, das du anerkennst, nicht nur das Ergebnis.
  • Zeitnah: Erkenne es möglichst bald nach der Tat an, denn spätes Lob verliert seine Kraft.
  • Öffentlich: Sprich es im wöchentlichen Call oder in der Gruppe aus, damit auch die anderen das nachahmenswerte Beispiel sehen.
  • Persönlich zugeschnitten: Manchen tut die öffentliche Hervorhebung gut, für andere bedeutet eine persönliche Nachricht mehr — kenne deine Mitglieder.
  • Stufenweise: Es sollte auch für den ersten kleinen Schritt Anerkennung geben, nicht nur für die großen Meilensteine.

Feiere nicht nur den Gipfel — feiere den ersten Schritt

Der häufigste Fehler ist, dass Führungskräfte nur die Top-Produzenten hervorheben. Damit signalisieren sie 90 Prozent des Teams, dass sie unsichtbar sind. Dabei ist im Hinblick auf die Bindung das Feiern des ersten Erfolgs am wertvollsten: das erste Gespräch, die erste Präsentation, der erste Kunde. Das sind die Momente, in denen ein unsicheres neues Mitglied entscheidet, ob es bleibt. Eine rechtzeitig kommende Anerkennung ist dann mehr wert als jeder Preis später.

Ein wichtiger Compliance-Aspekt: die Anerkennung darf niemals in ein Einkommensversprechen umschlagen. Stelle das hervorgehobene Mitglied nicht so als Beispiel dar, als wäre sein Ergebnis für jeden garantiert. Das Ergebnis ist immer individuell und hängt von vielen Faktoren ab. Feiere die Anstrengung, den Charakter und die Entwicklung — diese sind auf faire Weise für alle erreichbar.

System, nicht Stimmung

Der größte Unterschied zwischen der Anerkennungspraxis einer guten und einer durchschnittlichen Führungskraft ist, dass die eine eine Frage des Systems ist, die andere eine Frage der Stimmung. Wenn du nur dann lobst, wenn es dir gerade einfällt, wird es unberechenbar und ungerecht. Baue es in deinen Wochenrhythmus ein: Es sollte im Call einen festen Punkt für die Anerkennungen geben, führe eine einfache Liste, wer diese Woche einen Meilenstein erreicht hat, und sorge dafür, dass niemand über Monate übergangen wird.

Der Mensch arbeitet zwar für das Geld, aber er bleibt, weil man ihn sieht. Anerkennung ist keine Belohnung für die Leistung — sie ist ihr Nährboden.

Kostenloses E-Book · 33 Seiten

25 Tipps, die du gern schon früher gewusst hättest

Mindset, Rekrutierung, Social Selling, Follow-up, Führung — fünf Kapitel, 25 praktische Grundprinzipien. Zum Beispiel: „Jag niemandem hinterher, der nicht antwortet”, „Frag nach, bevor du einen Einwand behandelst”. Melde dich an, und im ersten Brief bekommst du das komplette E-Book.

Kostenlos, sofort herunterladbar. Danach zwei Briefe pro Woche, Abmeldung mit einem Klick.

Du kannst dich jederzeit abmelden. Wir senden keinen Spam.