Den warmen und kalten Markt kartieren

Wie du deine Kontakte ohne Vorurteile ordnest und aus warmen und kalten Kontakten einen nachhaltigen, wachsenden Markt aufbaust.

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Den warmen und kalten Markt kartieren — Beziehungsaufbau und Rekrutierung | Network Marketing Magazin

Im Network Marketing starten die meisten mit der falschen Annahme, sie hätten nicht genug Menschen, mit denen sie sprechen könnten. Die Wahrheit ist: Jeder hat einen Markt — er ist nur nicht geordnet. Den Markt zu kartieren ist weder Manipulation noch kaltes Kalkül: Du bringst schlicht Ordnung hinein, wen du kennst, welche Beziehung dich mit wem verbindet und für wen das, was du anbietest, wirklich wertvoll sein kann. Genau diese Arbeit unterscheidet den hektischen Anfänger vom besonnenen, planvollen Profi.

Was ist der warme und was der kalte Markt?

Der warme Markt sind alle, zu denen du bereits eine gewisse Vertrauensbeziehung hast: Familie, Freunde, ehemalige Kollegen, Nachbarn, dein Friseur, alte Studienkollegen. Bei ihnen musst du kein Vertrauen aufbauen, es ist schon da — hier geht es nicht ums Überzeugen, sondern um faire, druckfreie Information. Der kalte Markt besteht aus denen, zu denen du noch keine Beziehung hast: Fremde in den sozialen Medien, Menschen außerhalb deines Bekanntenkreises, die breite Öffentlichkeit.

Viele flüchten sofort in den kalten Markt, weil die Ablehnung dort weniger wehtut. Dabei lohnt sich der umgekehrte Weg: Der warme Markt ist das Übungsfeld, auf dem du das Gespräch trainierst, und der kalte Markt ist das Werkzeug zum Skalieren, wenn du bereits ein System hast. Die beiden konkurrieren nicht miteinander, sondern bauen aufeinander auf.

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Die Namensliste — ohne Vorurteile

Der erste konkrete Schritt ist eine Namensliste mit mindestens 50 bis 100 Menschen. Die wichtigste Regel: Sortiere nicht vorab aus. Der häufigste Fehler von Einsteigern ist, im Kopf über jemanden zu entscheiden, dass es ihn ganz sicher nicht interessiert — dabei ist es nicht deine Aufgabe, für andere zu entscheiden. Deine Aufgabe ist es, fair zu informieren; seine Aufgabe ist es, zu entscheiden, ob es ihn interessiert.

Nutze beim Aufbau der Liste Kategorien als Gedächtnisstütze, damit dir nicht nur die fünf nächsten Menschen einfallen.

  • Familie und Verwandte, nahe wie entfernte
  • Aktuelle und frühere berufliche Kontakte
  • Mitglieder deiner Freizeit- und Hobbykreise (Sport, Gemeinschaft, Kirche)
  • Dienstleister, die du regelmäßig triffst (Friseur, Trainer, Buchhalter)
  • Kontakte rund um die Kinder (andere Eltern, Trainer)
  • Bekanntschaften aus den sozialen Medien, zu denen du auch eine echte Beziehung hast

Segmentieren: Nicht jede Beziehung ist gleich

Wenn die Liste steht, lohnt es sich zu kategorisieren — aber nicht danach, wer Ja sagen wird. Das kannst du nicht wissen. Ordne lieber nach der Wärme der Beziehung und der logischen Relevanz: Wer kann vom Produkt echten Nutzen haben, wer sucht gerade eine Veränderung in seinem Leben, zu wem ist deine Beziehung so eng, dass du offen sprechen kannst. Das hilft dir, deine Gespräche auf den Menschen zuzuschneiden, statt einen Standardtext aufzusagen.

Ein wichtiges Compliance-Prinzip: Die Liste ist keine Jagdliste. Das sind Menschen, und deine Beziehung zu ihnen ist auch nach dem Gespräch wichtiger als jedes geschäftliche Ergebnis. Wenn du das im Blick behältst, wirst du nie aufdringlich wirken, und dein Markt wird Jahr für Jahr wachsen, weil Menschen dich gern weiterempfehlen.

Die Frage ist nicht, ob du genug Menschen kennst. Die Frage ist, ob du denen, die du kennst, genug Respekt entgegenbringst.

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