DSA-Lobbytag in Washington: 105 Teilnehmer werben für HR 3495
Die Direct Selling Association hat ihren jährlichen „Direct Selling Day on Capitol Hill" in Washington ausgerichtet und dabei 105 Teilnehmer aus 15 Unternehmen zusammengebracht. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Abgeordneten stand der Gesetzentwurf HR 3495, der Direct Seller and Real Estate Agent Harmonization Act.

Delegation aus 26 Bundesstaaten
Die Direct Selling Association (DSA) hat ihre jährliche Interessenvertretungsveranstaltung „Direct Selling Day on Capitol Hill" in Washington abgehalten. Insgesamt 105 Teilnehmer reisten an und vertraten dabei 15 Unternehmen, 26 Bundesstaaten und 59 Kongresswahlkreise.
Den größten Anteil der Delegation stellten die Vertriebspartner selbst: 87 der 105 Teilnehmer waren unabhängige Direktvertriebler. Sie schilderten den Abgeordneten in persönlichen Gesprächen, warum sie sich für den Direktvertrieb und gegen ein klassisches Angestelltenverhältnis entschieden haben.
HR 3495 im Fokus der Gespräche
Inhaltlich konzentrierten sich die Delegierten auf den Gesetzentwurf HR 3495, den Direct Seller and Real Estate Agent Harmonization Act. Nach Darstellung der DSA würde die Vorlage die Behandlung von Direktvertrieblern und Immobilienmaklern nach dem Fair Labor Standards Act mit deren Einstufung im bundesstaatlichen Steuerrecht in Einklang bringen.
Der Entwurf hat die Abstimmung im House Committee on Education and Workforce bereits passiert. Die Teilnehmer baten die Abgeordneten deshalb um Unterstützung dabei, das Vorhaben zur Abstimmung ins Plenum des Repräsentantenhauses zu bringen.
Darüber hinaus wurden die Abgeordneten eingeladen, dem überparteilichen Congressional Direct Selling Caucus beizutreten, um dort mit Direktvertrieblern aus dem jeweils eigenen Wahlkreis zusammenzukommen.
Branchenzahlen und Ausblick
Als Datengrundlage verwies die Branche auf die Growth & Outlook Study 2026 der Direct Selling Education Foundation (DSEF). Danach sind in den Vereinigten Staaten 5,2 Millionen Menschen in Voll- oder Teilzeit im Direktvertrieb tätig. Der von ihnen generierte Einzelhandelsumsatz beziffert die Studie auf 34,2 Milliarden US-Dollar.
Dave Grimaldi, Chief Executive Officer der Direct Selling Association, äußerte sich im Zusammenhang mit der Veranstaltung und hob dabei das Recht hervor, sich für die Selbstständigkeit zu entscheiden. Der Verband kündigte an, weitere Erfahrungsberichte von Direktvertrieblern zu sammeln – dazu, warum sie den Weg in die Unabhängigkeit gewählt haben und wie sich diese Entscheidung auf ihr Leben ausgewirkt hat.