BeFra: Die Lateinamerika-Sparte von Tupperware hat das Quartal in nur einem Monat angehoben
Die Muttergesellschaft von Betterware de México hat im zweiten Quartal deutlich über den Analystenerwartungen abgeschnitten. Die frisch übernommene Lateinamerika-Sparte von Tupperware verbesserte die Zahlen schon mit nur einem Monat Ergebnis spürbar, während das organische Wachstum auf 4,1 Prozent beschleunigte.

Die Akquisition zahlte sich sofort aus
BeFra — die Muttergesellschaft von Betterware de México — meldete deutlich stärkere Ergebnisse für das zweite Quartal als erwartet. Die Verbesserung speist sich aus zwei Quellen: dem Kauf der Lateinamerika-Sparte von Tupperware sowie dem sich verbessernden organischen Schwung der eigenen Marken. Tupperware trug nur mit einem einzigen Monat Ergebnis zum Quartal bei, hob aber dennoch den Umsatz und die Rentabilität der Gruppe spürbar an.
Besondere Aufmerksamkeit verdient, dass der Direktvertriebsumsatz von Tupperware in Mexiko und Brasilien im Jahresvergleich um fast 30 Prozent gestiegen ist. Das ist deshalb aufschlussreich, weil die Marke global in den vergangenen Jahren zum Sinnbild der Krise des Direktvertriebsmodells geworden ist — die lateinamerikanischen Daten zeigen, dass das Modell mit dem passenden Eigentümerhintergrund und lokaler Umsetzung weiterhin funktionsfähig ist.
Auch die eigenen Marken verbesserten sich
Der Umsatz von Betterware stieg im Quartal um 3,6 Prozent, seit Jahresbeginn insgesamt um 3,1 Prozent. Die Wende bei Jafra, das zuvor eine schwierige Zeit durchlebt hatte, setzte sich fort: Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 4,5 Prozent. Auf organischer Basis — also unter Herausrechnung des Effekts der Akquisition — stieg der Umsatz der Gruppe um 4,1 Prozent gegenüber 0,3 Prozent im ersten Quartal, und das sequenzielle organische Wachstum beschleunigte auf 5,7 Prozent.
Konsolidierung als Branchentrend
Die Transaktion veranschaulicht ein prägendes Muster des Direktvertriebssektors im Jahr 2026: Global ins Wanken geratene Marken verschwinden nicht, sondern gelangen zu regionalen Akteuren mit guter Umsetzungsfähigkeit. Aus Sicht der Netzwerkaufbauer kann das Stabilität bedeuten — aber nur dort, wo der neue Eigentümer den lokalen Markt wirklich versteht.